PDE-5-Hemmer

Medikamente gegen ED

Prof. Dr. Frank Sommer, Urologe und Experte für MännergesundheitMedizinisch geprüft von
Prof. Dr. Frank Sommer
Letzte Änderung: 06.11.2020

PDE-5-Hemmer

Die wichtigsten Infos

  • Werden zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt
  • Das bekannteste Medikament ist Viagra
  • Wirkstoffe sind Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil und Avanafil
  • Unterschiede hinsichtlich Dosierung, Wirkzeit und Nebenwirkungen
  • Vorraussetzung für eine Wirkung ist sexuelle Erregung
  • Es besteht eine Rezeptpflicht

Was sind PDE-5-Hemmer?

PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer) bezeichnen eine Gruppe von Medikamenten, die zur Behandlung von erektiler Dysfunktion bei Männern eingesetzt werden. Der ohne Zweifel bekannteste Vertreter der PDE-5-Hemmer ist Sildenafil, der im Potenzmittel Klassiker Viagra enthalten ist. Jedoch ist Viagra nur eines von mehreren Medikamenten, die zur Gruppe der PDE-5-Hemmer zählen. Inzwischen haben sich 4 Wirkstoffe auf dem Markt etablibiert:

Diese 4 Wirkstoffe wirken auf ähnliche Weise und helfen gegen Erektionsstörungen bei Männern. Hinsichtlich Dosierung, Wirkeintritt, Länge der Wirkung und Nebenwirkungen gibt es jedoch einige Unterschiede.

Medizinische Informationen

PDE-5 ist ein körpereigenes Enzym, welches dafür sorgt, dass das Blut nach dem Orgasmus wieder aus dem Penis abfließt. Der Viagra-Wirkstoff Sildenafil sorgt dafür, dass PDE-5 gehemmt wird, wodurch die Erektion länger aufrecht erhalten werden kann.

Wer kann PDE-5-Hemmer einnehmen?

PDE-5-Hemmer dienen vor allem der Behandlung von männlicher erektiler Dysfunktion und sind aus diesem Grund vor allem Männern vorbehalten. Diese liegt dann vor, wenn der Mann über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr in der Mehrzahl der Versuche keine für Sex ausreichende Erektion bekommt.

Vorsicht! Nicht jeder Mann mit Erektionsstörungen darf auf PDE-5-Hemmer zugreifen. Bei einer ganzen Reihe von Vorerkrankungen oder in Kombination mit anderen Medikamenten kann es zu ernsthaften gesundheitlichen Konsequenzen kommen.

PDE-5-Hemmer kaufen

Es ist in Deutschland nicht erlaubt, PDE-5-Hemmer ohne Rezept zu kaufen. Die Verschreibungspflicht für PDE-5-Hemmer ist in §48 des Arzneimittelgesetzes geregelt.

Wer PDE-5-Hemmer rezeptfrei illegal bestellt, begeht eine Straftat. Auch im Internet gilt das deutsche Arzneimittelgesetz und verbietet den Online-Kauf. Aus diesem Grund wird eine seriöse Apotheke PDE-5-Hemmer  nicht rezeptfrei verkaufen.

Eine weitere Gefahr stellen gefälschte Medikamente dar, die vor allem über unseriöse Online Apotheken angeboten werden. Diese Medikamente können zu erheblichen Schädigungen der Gesundheit führen. Zudem stellt der Kauf solcher Medikamente ohne Rezept eine Straftat dar.

Hilfe bei Erektionsstörungen bekommen

Wie wirken sie?

PDE-5-Hemmer haben alle das gleiche Wirkprinzip: Sie hemmen, wie der Name es schon vermuten lässt, das körpereigene Enzym Phosphodiesterase-5. Warum es zu Erektionsstörungen kommt und wie PDE-5-Hemmer helfen ist es wichtig zu wissen, wie es überhaupt zu einer Erektion kommt.

Wenn Du durch Bilder, Fantasien oder Berührungen sexuell erregt wirst, sendet das Gehirn Botenstoffe aus. Zu diesen gehört zyklische Guanin-Monophosphat (cGMP). Dieser bewirkt eine Erweiterung der kleinsten Blutgefäße im Penis, sodass mehr Blut in die Schwellkörper einfließen kann. Durch den Druck der Schwellkörper werden die Venen im Penis abgedrückt, sodass das Blut nicht abfließen kann und es zur Erektion kommt.

Nach dem Orgasmus wird die Erektion auf natürliche Weise beendet. Im anderen Fall würde eine Dauererektion zu Gewebeschäden am Penis führen und sogar zu Erektionsstörungen. Für den Abbauf der Erektion ist das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5) verantwortlich. Es verengt die Blutgefäße im Penis, sodass das Blut wieder abströmt.

Bei einem gesunden Mann besteht ein Gleichgewicht zwischen cGMP und PDE-5. Ist dieses Gleichgewicht gestört, kommt es zu Erektionsstörungen. Die Konzentration von PDE-5 im Körper ist zu hoch, sodass cGMP nicht seine volle Wirkung entfalten kann.

An dieser Stelle greifen PDE-5-Hemmer ein. Sie hemmen die Wirkung des Enzyms, sodass mehr cGMP im Blut verbleiben kann. Dadurch strömt mehr Blut in den Penis und es wird eine starke, langanhaltende Erektion gefördert.

Medizinische Informationen

PDE-5-Hemmer helfen den Prozess der Erektion zu unterstützen, und den Abbau der Erektion zu verzögern.

Verbesserung der Erektionsfähigkeit

PDE-5-Hemmer sorgen NICHT für die Erektion. Ohne sexuelle Erregung wird auch das beste Medikament nicht helfen. Viagra und Co. verbessern die Fähigkeit zur Erektion, in dem sie die Stärke und Dauer der Erektion beeinflussen.

PDE-5-Hemmer im Vergleich

Egal welcher Wirkstoff (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil oder Avanafil), sie wirken alle auf eine ähnliche Weise – und bewirken den gleichen Effekt. Sie führen zu einer starken und verlängerten Erektion. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Medikamenten mit unterschiedlichen Namen, die sich hinsichtlich Dosierung, Wirklänge und Nebenwirkungen unterscheiden.

Sildenafil

Medikament
Viagra
Viagra Generika

Dosierungen
25 mg / 50 mg / 100 mg

Empfohlene Anfangsdosis
25 mg Sildenafil

Maximale Tagesdosis
Viagra 100 mg

Ausnahmen bei Dosierung
Im Alter und bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen: 25 mg

Empfohlene Einnahme
60 Minuten

Wirkungsbeginn
Nach 45 – 60 Minuten

Wirkunglänge
Zwischen 4 und 6 Stunden

Anwendung
Bei Bedarf

Wirkung
starke, langanhaltende Erektion

Tadalafil

Medikament
Cialis
Cialis Generika ‍

Dosierungen
10 mg / 20 mg

Empfohlene Anfangsdosis
Cialis 10 mg

Maximale Tagesdosis
Cialis 20 mg

Ausnahmen bei Dosierung
Im Alter und bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen: 10 mg

Empfohlene Einnahme
45 Minuten

Wirkungsbeginn
Nach 45 – 60 Minuten

Wirkunglänge
Zwischen 24 und 36 Stunden

Anwendung
Bei Bedarf

Wirkung
Verbesserung der Erektion

Vardenafil

Medikament
Levitra
Levitra Generika

Dosierungen
5 mg / 10 mg / 20 mg

Empfohlene Anfangsdosis
Levitra 10 mg

Maximale Tagesdosis
Levitra 20 mg

Ausnahmen bei Dosierung
Im Alter und bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen: 10 mg

Empfohlene Einnahme
30 – 60 Minuten

Wirkungsbeginn
Nach 25 – 45 Minuten

Wirkunglänge
Zwischen 8 und 12 Stunden

Anwendung
Bei Bedarf

Wirkung
zuverlässige Erektion

Avanafil

Medikament
Spedra

Dosierungen
50 mg / 100 mg / 200 mg

Empfohlene Anfangsdosis
Spedra 100 mg

Maximale Tagesdosis
Spedra 200 mg

Empfohlene Einnahme
15 – 30 Minuten

Wirkungsbeginn
Nach 15 – 30 Minuten

Wirkunglänge
Zwischen 5 und 12 Stunden

Anwendung
Bei Bedarf

Wirkung
starke, langanhaltende Erektion

Viagra: DER PDE-5-Hemmer Klassiker

Viagra ist ohne Zweifel das bekannteste Potenzmittel der Welt. Die Wirkung von Sildenafil gegen Erektionsstörungen wurde aber rein zufällig entdeckt. Mitte der 80-er Jahre forschten Wissenschaftler von Pfizer in Großbritannien an einem Medikament gegen koronare Herzerkrankungen. Zwar stellten sich nicht die gewünschten Ergebnisse ein, jedoch berichteten Probanten einer Studie von einer verbesserten Erektionsfähigkeit. 1998 kam Sildenafil unter dem Markennamen Viagra auf dem Markt und war eine Sensation. Inzwischen gibt es mit Tadalafil, Vardenafil und Avanafil erfolgreiche Alternativen die Männern mit erektiler Dysfunktion helfen.

Hinweise zur Einnahme

Die PDE-5-Hemmer Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil und Avanafil werden in Form von Tabletten, am besten mit etwas Wasser, eingenommen. Um eine optimale Wirkung zu erreichen, sollte die Einnahme der PDE-5-Hemmer auf leeren Magen erfolgen. Fetthaltiges Essen und Alkohol können die Wirkung abmindern und verzögern. Um ihre volle Wirkung entfalten zu können, brauchen die Inhaltsstoffe eine gewisse Vorlaufzeit, sollten also eine gewisse Zeit vor dem geplanten Sex eingenommen werden.

PDE-5-Hemmer zur Dauermedikation

PDE-5-Hemmer sollten je nach Bedarf eingenommen werden, können aber auch in niedriger Dosierung verwendet werden. Überschreiten Sie in keinem Fall die maximale Tagesdosis des jeweiligen Medikaments. Bei Sildenafil sind das 100 mg, bei Tadalafil 20 mg, bei Vardenafil 20 mg und bei Avanafil 200 mg.

Dauermedikation mit Tadalafil

Der Wirkstoff Tadalafil eignet sich in geringer Dosierung zur Dauermedikation. Bei der täglichen Einnahme von 5 mg Tadalafil wird eine gleichmässige Konzentration im Körper erreicht. Dadurch kannst Du jederzeit Sex haben, ohne vorher auf einen Zeitplan achten zu müssen.

Nebenwirkungen

  • Nicht gefährlich

    Magenprobleme, verstopfte Nase, Muskel- und Rückenschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Grippesymptome

  • Im Blick behalten

    Kopfschmerzen, Schindelanfälle, Flush (Rötungen im Gesicht und Oberkörper), Hautausschlag

  • Sofort zum Arzt

    Starke Kopfschmerzen, Sehstörungen und Augenschmerzen, Dauererektion, Brustschmerzen (evtl. Hinweis auf einen Herzinfarkt), allergische Reaktion (Juckreiz, Atemnot, Hautausschlag)

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen

Nicht jeder Mann sollte PDE-5-Hemmer zur Behandlung seiner Erektionsstörungen einnehmen. Bei bestimmten Vorbedingungen – so etwa bei einigen evtl. vorhandenen Erkrankungen oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente, können die Wirkstoffe zu schweren Nebenwirkungen führen und im Ernstfall lebensbedrohlich sein. Vor der Einnahme eines PDE-5-Hemmer sollte daher immer erst der Besuch eines Arztes stehen, der Deinen gesundheitlichen Zustand einschätzen kann und gegebenenfalls die Dosierung anpasst. Nur so kann die unbedenkliche Einnahme gewährleistet werden.

PDE-5-Hemmer solltest Du nicht einnehmen, wenn Du folgende Krankheiten hast:

  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. einen kürzlich erlittenen Schlaganfall, schwere Herzinsuffizienz)
  • Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
  • Leukämie, Sichelzellenanämie
  • Erblich bedingte Netzhautschädigung
  • Erfahrung mit Dauererektionen (Priapismus)

Wir helfen Dir!

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Wir stehen Dir telefonisch rund um die Uhr zur Verfügung.

+49 30 311 98 200

Alternativ kannst Du jederzeit per E-Mail mit uns Kontakt aufnehmen.

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